Eigendynamik

Es wird wieder mal Zeit für einen neuen Eintrag hier. Entschuldigt, ich war ein wenig schreibfaul in letzter Zeit. Die Slow-Carb-Diät beeindruckt nach wie vor, daran hat es zweifellos nicht gelegen! Ich habe es nur leider nicht geschafft neue Bilder zu machen. Tatsächlich ist es mit zwei Kids und verplanten Wochenenden gar nicht so einfach in Ruhe Bilder zu machen. Klingt blöd, ist aber so. Es gibt immer etwas anderes zu tun. Für mich ist das nicht weiter tragisch denn ich sehe wie sich meine Definition von Woche zu Woche verbessert und das spornt mich auch weiterhin an voll bei der Sache zu sein.


Mit dem Cheatday einmal in der Woche klappt es auch deutlich besser wie früher wo ich 3 bis 4 Monate auf meine Lieblingsspeisen, allem voran Süßem, verzichten musste. Natürlich gibt es Momente wo ich hier und jetzt ebenfalls liebend gern ein Stück Schokolade oder ein paar Gummibären essen möchte. Aber eine kleine Menge würde den "Durst" nach mehr nur anstacheln was ganz klar die Gefahr birgt mehr zu essen, außerdem haben auch schon kleine Mengen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und wenn ich sehe was ich bisher erreicht habe, mag ich mir diesen Erfolg sicher nicht durch Schwäche zunichte machen.


Es entwickelt sich tatsächlich eine Art Eigendynamik denn durch die sichtbaren Erfolge steigt auch die Motivation und Stärke durchzuhalten und seine Lieblingsspeisen auf den Cheatday zu verlagern. Meine größte Schwäche ist Süßes. Wenige Süßigkeiten aber dafür viele Süßspeisen. Kuchen, süßes Gebäck, Marillenknödel, Kaiserschmarren, süße Kartoffelnudeln mit Nüssen, Mohn und ganz viel Vanillesauce. Oh mein Gott! 8| Erstaunlich gut geht hingegen der Verzicht auf Brot und andere pikante Lieblingsspeisen. Ich erlebe den Sonntag nun wieder sehr viel bewusster. Tatsächlich ist er jetzt als Cheatday wieder ein besonderer Tag geworden während er vorher einer von 7 war.


Nicht jederzeit essen zu können auf was man gerade Lust hat verändert die Einstellung und Denkweise zu Essen. Sie fühlt sich unnatürlich an. Wir sind es nicht gewohnt auf Dinge zu verzichten wenn wir nicht unbedingt müssen. Viele sagen mir sie könnten das nicht. Warum soll man verzichten? Essen ist Lebensqualität. Andere meinen sie sind schon zu alt und können und wollen das nicht mehr. Ein Kumpel hat mir unlängst gesagt er hat sich damit abgefunden dass er nicht mehr 20 ist und somit etwas mehr auf den Rippen hat und nicht mehr so fit ist wie früher. Das ist sicherlich richtig. Man wird älter. Uns geht es gut und daher genießen wir das Leben. Aber man kann auch Lebensqualität genießen ohne jeden Tag seinen Gelüsten nachzugeben. Ja, es ist etwas anstrengender und manchmal schwer. Aber wie wir wissen sind große Ziele nie einfach zu erreichen. Also Pobacken zusammenkneifen und für seine Ziele einstehen. Stark bleiben und durchhalten Leute! 8):thumbup:


Mit dem heutigen Tage bin ich bei 82,6 kg angekommen. Beim Start der Slow-Carb-Diät vor 5 Wochen habe ich 86,7 kg gewogen. 4 Kilogramm klingt jetzt nach lächerlich wenig. Rein die Zahl vielleicht schon. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied ob man 4 kg in Form von Wasser oder Fett abgenommen hat. Und meine veränderte Definition sagt ganz klar hier hat es sich um Fett gehandelt. Ich habe da so eine fiese Stelle um den Bauchnabel herum an der sich ein Fettpolster besonders lange und hartnäckig hält. Ich nenne es mein ganz persönliches Fett-O-Meter. In den vergangenen Wochen hat es sich von einer soliden Speckrolle zu einem Speckröllchen verwandelt. Nicht mehr lange und ich kann den Boden des Bauchnabels sehen und das ohne Zuhilfenahme eines Spiegels. Das wäre übrigens der schnellste und größte Erfolg den ich je hatte denn soweit ich mich erinnern kann hatte ich zuletzt mit knapp 18 Jahren einen derart flachen Bauch. Da soll noch einer sagen mit über 40 sei man zu alt für diesen Scheiß! 8o

"Kontrolle ist so real wie ein einbeiniges Einhorn das an's Ende eines doppelten Regenbogens pinkelt."

(Mr. Robot 2.0)